somatic bodywork, mentoring
& energy healing

Über den Umgang mit sabotierenden inneren Anteilen

Warum wir uns manchmal selbst im Weg stehen und wie du sanftmütig und doch bestimmt zurück in deine Kraft findest.
Kreativität Coaching

Du wünschst dir eine erfüllende Beziehung, Gesundheit oder finanzielle Fülle. Aber es will nicht klappen?

Oft wirken im Unbewussten innere Anteile, die dich eigentlich schützen wollen, aber mit ausgefeilten Manipulationsstrategien von deinem Weg und wahren Wünschen abbringen.

Die entscheidende Frage ist:

Wie kannst du mitfühlend und gleichzeitig klar mit diesen Anteilen umgehen, sodass du trotz Trauma, Verletzungen und alten Schutzmechanismen deine Träume verwirklichen kannst?

Wenn Schutzmechanismen am Steuer sitzen

Ein Beispiel aus meinem Leben: Ich habe früh die Erfahrung gemacht, dass Beziehungen zu anderen Menschen gefährlich und unzuverlässig sind. Später habe ich immer wieder versucht, tiefe Verbindungen einzugehen, aber am Ende wurde meine Erwartung, enttäuscht zu werden, jedes Mal aufs Neue bestätigt.
Und auch, wenn es mal positive zwischenmenschliche Erfahrungen gab, konnte ich sie nicht wirklich genießen.
Da waren innere Anteile in mir, die schon sehr früh entschieden hatten:
 Keine Beziehung mehr.

Und selbst als ich das längst erkannt hatte, wurde ich weiter von ihnen kontrolliert.

Mitgefühl für den sabotierenden Anteil?

Aus der Trauma-Psychologie habe ich gelernt, den sabotierenden Anteil zunächst anzunehmen und mich ihm zuzuwenden, statt wütend auf ihn zu sein. Den Schmerz anzuerkennen, den dieser Anteil in sich trägt. Mitgefühl zu entwickeln. Zu verstehen, dass er nicht gegen mich arbeitet, sondern mich auf seine Weise schützen will. Für eine Zeit funktionierte das super.

Aber dann war da immer wieder dieses innere Gefühl, dass es nicht die ganze Wahrheit war. Irgendwie schien es etwas Fremdes zu sein, was sich nach Momenten des Getriggert-seins auf mich legte.

Wenn die „dunklen Wolke“ die Sicht vernebelt

Auf energetischer Ebene fühlt es sich nach enttäuschenden Erlebnissen oder Triggern oft so an, als würde sich eine dunkle Wolke über mich legen — eine Schwere, aus der ich mich manchmal tagelang nicht befreien kann. Jahrelang wusste ich nicht, wie ich aus solchen Momenten zurück in die Selbstwirksamkeit bringen kann. Wenn ich die „dunkle Wolke“ als negative Energie betrachtete, die ich unbedingt loswerden wollte, machte es alles nur schlimmer. Ich geriet noch stärker in den Widerstand. Und damit noch tiefer in meinen Zustand.

Eine neue Erkenntnis: Getrennte und verbundene Energie

Irgendwann, mitten in einer solchen Phase, kam eine entscheidende Erkenntnis zu mir: Das Dunkle ist keine „böse“ Energie — es ist getrennte Energie.
Von da an begann ich, innerlich nicht mehr von positiver und negativer Energie zu sprechen, sondern von getrennter und verbundener Energie.

Getrennte Energie:
Getrennte Energie trennt mich von mir selbst, von anderen Menschen und von der Welt. Sie aktiviert alte Gefühle, alte Gedanken und alte Erinnerungen. Wenn sie sich über mich legt, scheint plötzlich alles Lichtvolle verschwunden zu sein. Dann fühlt es sich an, als sei ich schon immer getrennt gewesen und würde es für immer bleiben.

Verbundene Energie:
Verbundene Energie macht die Wahrheit sichtbar. Sie erinnert mich an meinen inneren Kern, an mein Wesen, an das, was unter Angst, Schmerz und Schutzmechanismen immer noch da ist.

Warum Widerstand alles verstärkt

Heute weiß ich: Wenn ich in einem Moment der Trennung dagegen ankämpfe, dass ich mich gerade getrennt fühle, lande ich noch tiefer in der Trennung.
Widerstand trennt mich noch weiter. Von mir selbst, vom Leben, von der Quelle, von meiner inneren Wahrheit.
Stattdessen ist es im ersten Schritt wichtig, anzuerkennen: 
Ich mache gerade eine menschliche Erfahrung von Getrenntsein. Ich nehme wahr, was da ist. Ich bewerte es nicht. Aber ich gebe mich diesem Zustand auch nicht hilflos hin.

Die eigentlichen Schlüssel: Verbindung und Selbstermächtigung

Wenn ich heute in einer solchen „Wolke“ versinke, richte ich meinen Fokus erstmal auf nur eines: Verbindung. In erster Linie die Verbindung zu meinem wahren, lichtvollen Kern. Die getrennte Energie mag in unserer menschlichen Erfahrung sehr real wirken. In der Welt der Dualität ist sie eine echte Wahrnehmung. Und doch ist sie aus einer höheren Perspektive nur wie ein Schleier, der die Sicht vorübergehend verdeckt. Sie ist also nicht die Wahrheit meines Wesens. Für mich hat diese Erkenntnis alles geändert.

Der Weg zurück in die verbundene Energie beginnt für mich mit zwei inneren Schritten:

  1. Anerkennen, was gerade da ist
    Ich höre auf, gegen meinen Zustand zu kämpfen, und erkenne an, dass ich gerade Getrenntsein erlebe.
  2. Mich innerlich wieder ans Steuer setzen
    Hier liegt der entscheidende Wendepunkt:
Ich bin nicht ohnmächtig. Ich bin nicht ausgeliefert. Ich kann mich bewusst neu ausrichten. Es braucht Klarheit darüber, was gerade passiert — und dann die entschiedene innere Haltung, wieder in Führung zu gehen.
Du bist nicht hilflos

Auch wenn es sich in solchen Momenten anders anfühlt: Du trägst bereits alles in dir, was es braucht, um diesen Zustand zu verändern.
Manchmal ist die getrennte Energie aus höherer Sicht nur ein hauchdünner Schleier, der deine Wahrnehmung verdunkelt. Und sobald du beginnst, dich wieder für Verbindung zu öffnen, trittst du Schritt für Schritt zurück ins Licht.
Manchmal genügt dafür schon ein kleiner innerer Schritt. Die innere Frage: wer bin ich ohne diesen Schleier?

Happy End: Zurück in die Schöpferkraft

Genau dieser Perspektivwechsel bringt mich immer wieder aus der Verzweiflung zurück in meine Schöpferkraft. Das ist für mich der liebevolle und zugleich kraftvolle Umgang mit sabotierenden inneren Anteilen:
sie zu sehen, ihren Schmerz anzuerkennen, aber ihnen nicht die Führung über mein Leben zu überlassen.